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Vögel - Magazin für Vogelbeobachtung
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Rote Liste: Gute Seiten, schlechte Seiten
12.09.2008

Der NABU, der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) und der Deutsche Rat für Vogelschutz (DVR) haben die vierte Rote Liste der Brutvögel Deutschlands vorgelegt. Quintessenz: Weiterhin sind über 100 heimische Vogelarten gefährdet – es sind nur teilweise andere Arten als bisher.

30 Vogelarten, darunter neu auch der Schreiadler, werden von der Roten Liste als „vom Aussterben bedroht“ geführt, das ist die höchste Zahl seit 1991. Ein Drittel von ihnen musste heraufgestuft werden, weil die Situation sich verschlechtert hat, darunter neben dem Schreiadler auch Zwergseeschwalbe, Steinschmätzer und Großer Brachvogel. Stark gefährdet sind 24 Arten, gefährdet weitere 14. „Unter ihnen sind die am Boden brütenden Vogelarten, die über die Sahara ziehenden Zugvögel und die sich von großen Insekten ernährenden Arten am stärksten von Gefährdungen betroffen“, so der NABU.

Schlechte Karten haben bei uns aber vor allem viele Arten der Agrar- und Grünlandschaften, zum Beispiel Großer Brachvogel (Kategorie I) oder Kiebitz (Kategorie II). Selbst die Feldlerche, die man als weit verbreiteten Feldvogel kennt, musste wieder in die Vorwarnstufe für die Rote Liste aufgenommen werden.

Gute Nachrichten gibt es hingegen von Seeadler, Wanderfalke, Schwarzstorch, Kranich und Uhu zu vermelden: Ihre Namen konnten – offenbar aufgrund der intensiven Schutzbemühungen der letzten Jahre – von der Roten Liste gestrichen werden. Sie zählen damit zu den rund 130 oder 50 Prozent der heimischen Vogelarten, die als ungefährdet gelten können.

Hier die Plus und Minus-Liste des NABU:

  • Aus der Roten Liste entlassen wurden:
    Schwarzstorch, Seeadler, Wanderfalke, Uhu, Kolbenente, Mittelsäger, Weißwangengans, Schwarzkopfmöwe, Mittelmeermöwe, Orpheusspötter, Karmingimpel, Eiderente, Zwergtaucher, Rothalstaucher, Schwarzhalstaucher, Kormoran, Rotmilan, Türkentaube, Mauersegler, Eisvogel, Grünspecht, Mittelspecht, Uferschwalbe, Bartmeise, Rohrschwirl, Sprosser, Gartenrotschwanz, Wiesenschafstelze
  • Neu auf der Roten Liste sind:
    Weißflügel-Seeschwalbe, Küstenseeschwalbe, Krickente, Löffelente, Zitronenzeisig, Schelladler, Steppenmöwe, Weißbart-Seeschwalbe, Gelbkopf-Schafstelze, Trauerbachstelze, Alpendohle, Wespenbussard, Wasserralle, Waldschnepfe Schwarzspecht, Kleinspecht, Felsenschwalbe, Schwarzkehlchen, Blaukehlchen, Wiesenpieper (Foto: NABU)

 
 
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