Akzeptieren

Wir verwenden Cookies um verschiedene Servicedienste anzubieten und diese laufend für Sie zu verbessern. Informationen dazu finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Mit der Nutzung unserer Internetseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Vögel - Magazin für Vogelbeobachtung
Nachrichten
Blick zurück an der Moräne
17.08.2020

Ganz unauffällig steht unterhalb des Stubaier Gletschers unweit der Dresedener Hütte eine Hinweistafel der Universität Innsbruck, die tiefe Einblicke in die postglaziale Klimageschichte gewährt.

Wer sich im Stubaital und seinen Seitentälern über das Reich des Steinadlers hinaus Richtung ewiges Eis unterhalb des 3508 m hohen Zuckerhütls bewegt, denkt ob der körperlichen Anstrengungen eher an Kaiserschmarrn oder Hirschbraten denn an echte Naturwissenschaft. Der Universität Innsbruck ist es aber gelungen, interessierten Wanderern einen informativen Einblick in die Klimageschichte ab Ende der letzten Eiszeit zu bieten. Den Ergebnissen liegen standardisierte Untersuchungen in einem Moor zugrunde. Die roten Flächen auf der Grafik zeigen die Zeitphasen, in denen das Klima wärmer war als heute, auch die Höhe der Temperatur über dem Durchschnittswert wird deutlich. Gut ersichtlich ist auch die Geschwindigkeit, in der sich die Klimaumschwünge vollziehen.

Und so lernt der interessierte Wanderer, dass seit Ende der letzten Eiszeit das Klima in gut 70 Prozent der Zeit wärmer war als heute. Er lernt, dass die Zeiten mit wärmerem Klima umso kürzer werden, umso näher man der Jetztzeit kommt. Die längsten und stärksten Warmphasen traten zwischen 6000 v. Chr. und 4000 v. Chr. auf. Die hochmittelalterliche Wärmeperiode mit fast gletscherfreien Alpen ist sowohl von der Zeitspanne als auch von der Intensität her schon eine der schwächeren Wärmeperioden und auf der Grafik kaum wahrnehmbar. Die nachfolgende, bis etwa 1850 bis 1870 reichende Kälteperiode "Kleine Eiszeit" dauerte relativ lange. Der Anstieg der Temperatur auf den heutigen Durchschnittswert erfolgte der Grafik zufolge in einer ähnlichen Geschwindigkeit wie das bei früheren Wechseln von Kaltzeit zu Warmzeit und umgekehrt erfolgte. Die Bildquelle ist mit "G. Patzelt, Universität Innsbruck" unterschrieben.

 
 
zurück zur Übersicht
 

 

Aktuelles Heft

Inhalt Bestellung
Online im aktuellen Heft bl�ttern

vögel auf facebook und twitter


Vögel - Der Online-SHOP


Bild des Monats

 

   © 2020 dwj Verlags-GmbH    Impressum   Datenschutz   Verlag   |   Produktion: www.querformat.info