Der Deutsche Bauernverband und der NABU haben 2009 ein Projekt „1.000 Äcker für die Feldlerche“ ins Leben gerufen. Damit sollen Landwirte motiviert werden, dem bedrohten Singvogel Brutmöglichkeiten in ihren Feldern zu schaffen. Bundesweit wurden daraufhin bereits 2.000 „Fenster“ angelegt, weitere kommen hoffentlich bei der Frühjahrsaussaat von Mais und Getreide hinzu.
Die Feldlerche, eine der bekanntesten Arten der offenen Kulturlandschaft, steht als gefährdet auf der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands. Mit ein Grund ist die intensive Feldbewirtschaftung, die dem Bodenbrüter nicht mehr genügend Möglichkeiten lässt, Nachwuchs aufzuziehen. Der dichte Aufwuchs des Wintergetreide „verdrängt“ die brütenden Vögel an Wegränder und Raine, wo die Brut dann allzu leicht Opfer von Füchsen oder
Greifvögeln wird. Der Deutsche Bauernverband und der NABU haben deshalb das Projekt „1.000 Äcker für die Feldlerche“ ins Leben gerufen, unterstützt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Landwirte werden gebeten, mitten in ihren Äckern wenige Meter unbesät zu lassen. Die Fläche kann ansonsten wie das übrige Feld bewirtschaftet werden. Zwei dieser Fenster pro Hektar sind ausreichend, um den Bruterfolg der Feldlerche deutlich zu erhöhen. Auch Arten wie das Rebhuhn und der Feldhase profitieren.
Infos, auch Praxistipps für Landwirte, gibt es unter www.lbv.de -> Artenschutz -> Feldlerche