Deutsche Wildtier Stiftung rät: Jetzt Nistkästen aufhängen!
05.02.2010
Auch wenn vielerorts noch Eis und Schnee vorherrschen, wird der Frühling nicht mehr lange auf sich warten lassen. Deshalb rät die Deutsche Wildtier Stiftung, bereits jetzt Brut- und Nistplätze für Vögel vorzubereiten.
Das Landschaftsbild ist noch winterlich, doch unter Kohl- und Blaumeisenmännchen ebenso wie Sperlingen geht es bereits heiß her. Sie schmettern erste Liebeslieder, animiert von der steigenden Lichtintensität und der längeren Tageshelligkeit. Auch Amsel-Männchen zeigen bereits ihr typisches Revierverhalten und kämpfen um die besten Brutplätze.
Dr. Dieter Martin, Leiter der Forschungsstation der Deutschen Wildtier Stiftung, rät deshalb, die Vögel schon jetzt bei ihrer Suche nach Nist- und Brutmöglichkeiten zu unterstützen. „Wer zuerst baut, kann im März auch zuerst brüten“, erklärt er. „Nistkästen sind eine wichtige Hilfe für die Vogelhochzeit, denn natürliche Nisthilfen fehlen immer stärker.“ Weil alte Bäume aus den Wäldern, Hecken und Sträucher aus den Städten verschwinden und immer mehr Ritzen und Unterschläge an den Häusern dicht gemacht werden, herrscht Wohnungsnot bei den Vögeln. Für die geselligen Spatzen bietet die Stiftung ein eigens konzipiertes „Reihenhaus an“, das auch von Meisen genutzt wird. Sie rechnet übrigens ab Ende Februar mit den ersten Rückkehrern aus dem Winterlage, wie Star, Misteldrossel, Hausrotschwanz, Bachstelze und Kiebitz. (Foto: Deutsche Wildtier Stiftung)