Vögel - Magazin für Vogelbeobachtung
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Hände weg von Eulenkindern!
20.03.2017

Junge, nicht flügge Eulen sollte man in Ruhe lassen, sagen Experten.

Erst Anfang März und schon wimmelt es in der wilden Kinderstube im Feld und Wald. Junghasen hüpfen schon seit einem Monat durch die Felder. Waschbär und Fuchswelpen öffnen gerade ihre Augen. Junge Eulen erkunden schon ihre Umgebung. So wie dieser junge Waldkauz, der von Spaziergängern im Jenischpark in Hamburg am Boden sitzend gefunden und leider mitgenommen wurde, bedauert Christian Erdmann Leiter von der Wildtierstation Hamburg. Ästlinge können noch nicht fliegen. Sie turnen in den Ästen rum und erkunden ihre Umgebung. Dabei passiert es, dass die kleinen Eulen zu Boden fallen. Dann suchen sie sich bald den nächsten Baum und klettern mit ihren scharfen Krallen am Stamm wieder hoch. Man kann diese kleinen Kerle auch aufheben und auf einen erhöhten Punkt setzen, um sie vor freilaufenden Hunden zu schützen. Der menschliche Geruch spielt hier keine Rolle. Die Elterntiere versorgen selbstverständlich ihren Nachwuchs weiter. Die Wildtierfreunde haben "Böhnchen", so der Name des Kauzes, zurück in den Jenischpark gebracht. Hier war der Rufkontakt mit den Elterntieren zu beobachten. Eine glückliche Familienzusammenführung. Verletzte oder verwaiste Wildvögel werden von den Tierschützern in ihrer großen Wildtierstation im Kreis Pinneberg bis zur Auswilderung versorgt. Hier kümmern sich sechs fest Angestellte im Jahr um ca 2000 Wildtiere.

Mehr Infos unter: www.wildtierstation-hamburg.de

 
 
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Zilpzalp, Bild von א (Aleph), http://commons.wikimedia.org

 

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